PÄNZ UP!
Wer ist PänzUp?
PänzUp - Kölner Jungs macht keiner an! - ist ein Projekt von Looks e.V. Köln.
Looks e.V. ist ein Verein für Jungs und Männer, die anschaffen. Die Anhäufung der sexuellen
Gewalterlebnisse unserer Klienten im Kindes- und Jugendalter ist alarmierend. Looks e.V.
sieht die Notwendigkeit der Prävention vor pädokrimineller Gewalt und in der Folge auch
Prävention vor Prostitution. Denn Prostitution ist eine häufige negative Bewältigungsform
der Dauerbelastung sexueller Gewalterfahrungen.
Im April 2002 wurde PänzUp gegründet. Ziel ist es, Jungen vor pädosexuellen Gewalterfahrungen
zu schützen und sexuelle Ausbeutung zu verhindern. Dafür müssen Jungen in ihrer Persönlichkeit
gestärkt werden, damit sie Abwehrstrategien entwickeln und ihre sozialen Handlungsmöglichkeiten
erweitern können.
Dafür benötigen sie Aufklärung über pädokriminelle Gewalt, die ihrem Alter und ihrer Entwicklung
entspricht; Informationen und Gespräche, die nicht Angst machen, sondern Sicherheit vermitteln.
Das Projekt Pänz Up wird von einem Diplom-Pädagogen mit umfassenden Erfahrungen in der Offenen
Jungenarbeit , der sexualpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie der aufsuchen
Sozialarbeit mit Jungen und jungen Männern betreut..
Was bietet PänzUp?
- Gruppenarbeit mit Jungen zum Thema pädosexuelle Übergriffe
- www.paenzup.de
- Fortbildung für Multiplikatoren, Interessierte und Fachkräfte
- Personalschulungen und Trainings
- Information und Beratung für Eltern und Kinder
- Informationsbroschüren
Was sind pädokriminelle Übergriffe?
Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sind bereits seit langem ein Thema.
Erst in den letzten Jahren rückte die Pädokriminalität in den Blick. Pädosexuelle suchen als
Sexualpartner gezielt Kinder oder Jugendliche.
Pädokriminalität passiert nicht zufällig, sondern strategische geplant und angebahnt.
Häufig sind Jungen betroffen.
Die Erwachsenen setzen Überlegenheit und Macht gezielt ein, schaffen Abhängigkeiten.
Sie suchen sich Kinder in Mangelsituationen aus, manipulieren geschickt oder beuten
die emotionale, soziale und materielle Bedürftigkeit aus.
Das häufig subtil, meist nicht offensichtlich.
Kaum jemand vermutet ein solches gezieltes Vorgehen von Tätern.
Zum Vorteil der Pädokriminellen.
An den Orten, wo Jungen ihre Freizeit verbringen und Gefahr laufen, aus
sexuellem Interesse angesprochen zu werden, gibt es keinen Schutz.
Jungen werden in der Aufklärung oft übersehen und vermuten sich nicht als potentielle Opfer.
Hinzu kommen Unsicherheit, Scham und Schuldgefühle.
In dieser Situation höchster Not mangelt es an Ansprechpartnern.
Die Thematik der pädosexuellen Übergriffe an Jungen berührt viele gesellschaftliche Tabuthemen.
Unwissenheit und Tabuisierung in der Gesellschaft bieten den Tätern Schutz
und Raum, der wesenhaft Kindern und Jugendlichen zusteht.
Wie kann man vorbeugen?
Das Wissen um die Thematik ist die Basis für einen wirkungsvollen Schutz.
Dazu ist es notwendig, die Gefahr für Jungen als Opfer nicht zu verschweigen.
Es gilt aufzuklären und die öffentliche Diskussion anzuregen.
Jungen müssen ermutigt werden über ihre Erfahrungen zu sprechen.
Sie sollen gestärkt werden, auf sexualisierte Ansprachen zu reagieren.
Die Offenheit Ansprechpartner für Jungen zu sein, ist grundlegend und
erforderlich und betrifft alle.
Durch Sensibilisierungs- und Aufklärungsangebote soll Jungen ein geschützter
Raum in ihrer Freizeit ermöglicht werden.
Bild & Text mit freundlicher Genehmigung von PÄNZ UP!
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